Ein Kommentar für die Ewigkeit: Thurnheer und Bregys WM-Tor 1994
Ein Freistoss, ein Satz und ein Moment für die Ewigkeit: Als die Schweiz 1994 in den USA ihr WM-Comeback feiert, sorgt Georges Bregy für ein Traumtor. Doch es ist vor allem die Stimme von Beni Thurnheer, die diesen Augenblick unsterblich macht. Warum sein Kommentar bis heute nachhallt und weshalb diese Szene eine echte Archivperle ist.
Heute gehört die Schweiz fast schon selbstverständlich zur Fussball-WM. Zum sechsten Mal in Folge steht die Nati an einer Endrunde. 1994 war das noch ganz anders. Nach 28 Jahren Pause war die Schweiz endlich zurück auf der grossen WM-Bühne – ausgerechnet in den USA, wo auch die aktuelle WM stattfindet.
Beni Thurnheer: «Es gibt keinen zweiten wie Bregy»
Und dann dieser Moment: Georges Bregy läuft gegen Gastgeber USA zum Freistoss an. SRF-Kommentatorenlegende Beni Thurnheer ahnt, was kommt: «Rechts oben.» Bregy trifft tatsächlich traumhaft ins Lattenkreuz. Kurz darauf sagt Thurnheer den Satz, der bis heute geblieben ist: «Es gibt keinen zweiten wie Bregy.»
Die Pointe folgt nur fünf Minuten später: Auch US-Spieler Eric Wynalda trifft per Freistoss. Genau deshalb ist diese Szene eine echte Archivperle aus dem SRF-Archiv – mit Bregys Traumtor, Benis Stimme und einem Satz für die Schweizer WM-Geschichte.
Gerade in solchen Momenten zeigt sich die publizistische Stärke von SRG und der SRF.
Der Sportkommentar liefert nicht nur Emotion, sondern auch Orientierung und Kontext für das Publikum. Beni Thurnheer steht exemplarisch für diesen Anspruch. Er begleitet das Spiel nicht nur, sondern macht es verständlich, einordenbar und erinnerbar. Für die Zuschauerinnen und Zuschauer entsteht so ein Mehrwert, der über das reine Ereignis hinausgeht: ein gemeinsames Erlebnis, das durch präzise Sprache und journalistisches Gespür geprägt wird und bis heute nachwirkt.
«Archivperlen»
Das Archiv von SRF ist ein vielseitiger Fundus, ein audiovisuelles Gedächtnis, in Schwarz-Weiss oder Farbe, analog oder digital. Rund 140 Jahre würde es benötigen, um sich durchs Archiv von SRF zu hören und zu sehen – und dies 24 Stunden am Tag.