Apropos: Wie sehen die Medien im Jahr 2046 aus?
SRF-Kids-Reporterin Loana (13) wagt einen Blick ins Jahr 2046. In ihrem Beitrag schreibt sie über KI, den Wandel der Medien und die Zukunft des Journalismus.
«Wie werden Medien in 20 Jahren aussehen? Gibt es noch Zeitungen? Ist die Arbeit von Reporterinnen und Reportern noch wichtig? All diese Fragen habe ich mir gestellt. Aber zuerst zu mir. Ich bin Loana, 13 Jahre alt, schreibe meine eigene Zeitung und bin SRF-Kids-Reporterin.
Ich habe mir viele Fragen gestellt, wie die journalistische Arbeit in Zukunft aussehen wird. Ich denke, dass sich einige Dinge verändern werden. Wenn man zurückschaut, konnte man sich vor 20 Jahren nicht vorstellen, dass man in Zukunft keine CDs mehr hört und dass man vor allem Online-Plattformen braucht, um Musik zu hören. Deswegen denke ich, dass sich die Medien in 20 Jahren noch mehr verändern, im Positiven, aber auch im Negativen. Ich denke, dass man in Zukunft weniger glauben kann, was man liest. Positiv ist sicher, dass man in Zukunft schneller an viele Infos gelangt.
Mit den Veränderungen muss man sich auch fragen, ob es in Zukunft überhaupt noch Zeitungen und TV gibt? Ich hoffe schon, aber ehrlich gesagt weiss ich nicht, ob es in 20 Jahren noch gedruckte Zeitungen geben wird. Ich denke, in Zukunft wird es, wenn überhaupt, nur noch Online-Zeitungen geben. Denn von Generation zu Generation werden immer weniger Zeitungen gelesen. Was ich schade finde, aber man merkt schon beim Zeitungssammeln in der Schule, dass es immer weniger Zeitungsbündel gibt zum Sammeln. TV wird mit grosser Wahrscheinlichkeit weniger genutzt, da mehr Menschen Netflix und andere solche Plattformen nutzen werden.
KI wird sicher eine grosse Rolle spielen in der Zukunft. Denn was wird man in der Zukunft überhaupt noch alles in den sozialen Medien glauben können? KI kann immer mehr lebensechte Bilder erstellen, was aus meiner Sicht ein grosses Problem ist, denn KI- generierte Bilder führen oft zu Missverständnissen. In Zukunft sollte man sicher die Quelle überprüfen und auch Details kritisch hinterfragen, bevor man etwas glauben kann.
Was ich mich dann auch gefragt habe: In 20 Jahren bin ich 33 Jahre alt, und wer weiss, vielleicht werde ich Reporterin und reise um die Welt. Doch werden wir in 20 Jahren überhaupt noch Reporterinnen und Reporter brauchen?
Ich denke schon, denn KI kann zwar immer mehr übernehmen, aber nicht alles. KI kann vielleicht in Zukunft Informationen sammeln, aber zum Beispiel wird KI nicht so schnell vor Ort eine Reportage machen können. Dafür bräuchte es einen Roboter, und mit einem Roboter könnte man eigentlich alle Berufe übernehmen. Und wer weiss, vielleicht sehen wir uns in 20 Jahren bei meiner eigenen TV-Show.»